Erste Hilfe und Tipps gegen Kopfschmerzen und Migräne
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Migräne? Entzündeter Nerv kann schuld sein

Eine Migräne mit gleichzeitiger Augenmuskellähmung wird möglicherweise durch die Entzündung eines speziellen Nervs verursacht.

Eine Migräne mit gleichzeitiger Augenmuskellähmung wird möglicherweise durch die Entzündung eines speziellen Nervs verursacht. Wie australische Wissenschaftler in der Fachzeitschrift “Cephalalgia” (zu deutsch: Kopfschmerz) berichten, liege in diesem Fall eine Entzündung des Nervus oculomotorius – eines Hirnnervs mit der Funktion des “Augenbewegers” – nahe. Dieser wiederum, erklären die Forscher, reize dann den Trigeminusnerv, den stärksten aller Hirnnerven, was migräneartige Kopfschmerzen verursache. Der Nervus oculomotorius ist gleichzeitig verantwortlich für die Lidhebung und das Zusammenziehen von Linse und Pupille. Ein entzündeter Nervus oculomotorius kann mit Steroiden behandelt werden.

Die Wissenschaftler untersuchten fünf Patienten, die alle von Zeit zu Zeit entsprechende Symptome an einem Auge zeigten: Das Oberlid hing herab, manche Patienten sahen Doppelbilder. Zudem war die Pupille geweitet, außerdem traten Kopfschmerzen und Übelkeit auf. Die Augensymptome setzten frühestens zwölf Stunden, spätestens aber vier Tage nach Beginn der Kopfschmerzen ein und hielten bis zu zwei Monate an.

Aufgrund ihrer Untersuchungen lehnen die Wissenschaftler die Theorie ab, dass die Ursache dieses Phänomens in der verminderten Durchblutung des Nervus oculomotorius zu sehen ist. Vielmehr seien Wasseransammlungen innerhalb des Nervs dafür verantwortlich, wie man sie von entzündlichen Erkrankungen des Zentralen Nervensystems mit Zerstörung der Marksubstanz her kenne.