Erste Hilfe und Tipps gegen Kopfschmerzen und Migräne
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Winterzeit – Migränezeit?

Ein Team von Wissenschaftlern der Justus-Liebig-Universität in Gießen hat die Einflüsse untersucht, die bestimmte Wetterlagen auf Kopfschmerzen und Migräne haben.

Ein Team von Wissenschaftlern der Justus-Liebig-Universität in Gießen hat die Einflüsse untersucht, die bestimmte Wetterlagen auf Kopfschmerzen und Migräne haben.

Viele Migränepatienten glauben, dass das Wetter ihre Kopfschmerzen auslöst. Prof. Dr. Dieter Vaitl und Kollegen untersuchten, ob Tiefdruck-Wetterlagen oder elektromagnetische Entladungen von Blitzen zum Auftreten von Migräne und Spannungskopfschmerzen beitragen. Atmosphärische Schwankungen treten sowohl in einem Tages- als auch in einem Jahresrhythmus auf. Auch diese Rhythmen bezogen die Gießener Wissenschaftler in ihre Studie ein. Als Datenquelle nutzten Vaitl und Kollegen die Tagebücher von 37 Frauen, die unter Migräne oder Spannungskopfschmerz litten. Aus diesen werteten die Forscher einen Zeitraum von sechs Monaten aus und verglichen die Angaben mit den atmosphärischen Gegebenheiten in Gießen und Umgebung, wo die betreffenden Frauen lebten.

Es zeigte sich, dass von Oktober bis Dezember atmosphärische Veränderungen und das Auftreten von Migräne in Verbindung standen. In den Monaten Juli und August, in denen gehäuft Gewitter registriert worden waren, war dies jedoch nicht der Fall. Dagegen waren im Sommer die Spannungskopfschmerzen mit ganz anderen Wetterphänomenen verbunden, unter anderem mit der Temperatur und dem Dampfdruck. Daraus kann man schließen, dass Wetteränderungen durchaus einen Einfluss auf das Entstehen von Spannungskopfschmerzen oder Migräne haben.